Samstag, 13. Juni 2015

Das war's (erstmal)

Hallo ihr Lieben,

schon wieder ist es eine ziemliche Weile her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet hab... Aber ihr wisst ja, wie das ist: Hausaufgaben, Klausuren, Arbeit, ein Hoch und Runter der Launen - immer kommt was Anderes dazwischen.
Aber jetzt habe ich wieder Zeit, denn wie ihr an der Überschrift hier schon lesen konntet: das war's jetzt erstmal. Gestern war mein letzter Unterrichtstag im Bachelor!
Gut, ich hätte gestern Mittag schon wieder etwas schreiben können, aber da war ich beschäftigt mit Rumliegen und Nichtstun.
Die drei vergangenen Jahre vergingen im Nachhinein wie im Flug. Ich weiß noch ganz genau, wie ich das erste Mal zu unserem Institut gegangen bin und Angst hatte, weil ich niemanden kannte.
Und jetzt ist alles schon wieder vorbei.
Ich habe ein bisschen was einiges gelernt.
Ich habe viele tolle Menschen getroffen, auf manche Bekanntschaften hätte ich eher verzichten könne, dafür hätte ich andere gerne besser kennengelernt.
Aber vorbei ist vorbei, jetzt habe ich außer meinem Spanischkurs und der Arbeit erstmal nichts mehr zu tun bis ich im Oktober (hoffentlich) meinen Master beginne.
Naja, fast nichts. Da ist ja noch die Bachelorarbeit.

Aber worum es bei der geht, erfahrt ihr das nächste Mal - ich brauch selbst noch ein bisschen Zeit, mich mit der Sache so richtig vertraut zu machen ;)
Aber jetzt verabschiede ich mich erstmal in den zweiten Teil meines Wochenendes voller Filmeschauen, Lesen und Rumlungern.

Genießt euer Wochenende genauso wie ich,
tüdelü,
eure Laura

Donnerstag, 30. April 2015

Meine größte Heldin bin ich selbst



Oder: eine Ode an mich

Vor einiger Zeit, auf der Suche nach einem Thema für meinen nächsten Blogpost, schlug mir eine Freundin vor, doch mal etwas über meine größten Helden zu erzählen. Die Idee fand ich gut, hab sie aber typischerweise schnell wieder vergessen. Und jetzt sitze ich hier im Englischunterricht hinter einer Säule, sehe den Text nicht, den wir besprechen, und schreibe endlich doch darüber.
Ich hab lange über die Frage nachgedacht (oder nicht? Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr über etwas nachdenkt, aber eigentlich schon lägst die Antwort wisst?) und bin zu dem Schluss gekommen, dass meine größte Heldin ich selbst bin.

Und das nicht, weil ich Weltbewegendes vollbracht oder gesagt habe, nicht weil ich zukunftsweisende Ideen hatte oder täglich Abenteuer erlebe, sondern weil ich jeden Tag versuche, das Bestmögliche zu erreichen. Okay, vielleicht nicht jeden Tag, eher so im Großen und Ganzen. Weil ich bisher so viele Dinge erlebt habe, die ich mir noch vor 10 Jahren nie hätte vorstellen können.
Vor 10 Jahren war ich in der 6. Klasse (ungefähr), hatte nicht viele Freunde und hab mich im Unterricht nie getraut, den Mund aufzumachen. Heute habe ich immer noch nicht mehr Freunde, aber dafür echte. Ich bin keine Quasselstrippe, aber wenn ich was zu sagen habe, tue ich es.
Ich habe gelernt, für mich einzustehen und das zu schätzen, was ich habe und was mir guttut, während ich alles Schlechte einfach loslasse. Ich habe gelernt, mich selbst nicht mehr zu verstecken und manchmal auch den Wahnsinn rauszulassen ;)

Mit 21 Jahren hab ich das Abitur in der Tasche, den Bachelor in Arbeit und die Masterbewerbung im Briefkasten der Uni und lache über die blödesten Witze (Was kommt nach Elch? Zwölch. Könnte ich den ganzen Tag drüber lachen). Ich habe den Führerschein gemacht, aber seit einem Jahr keinen Schaltwagen mehr gefahren. Ich kann auf 5 Sprachen nach dem Weg fragen und verlaufe mich trotzdem ständig. Ich habe in England gearbeitet und bin doch am liebsten zu Hause vor dem Fernseher. Ich wurde bisher zwei Mal tätowiert und hab höllische Angst vor Spritzen. Ich habe schon auf einer Kirchenempore ein Flötenkonzert gegeben – aber nur weil mich da oben keiner sehen konnte.

Versteht mich nicht falsch, ich glaube nicht, dass diese Dinge so wunderbar oder einzigartig seien, dass ich sie einfach jedem erzählen muss. Es sind die Dinge, die ein Teil von mir sind und mich zu der gemacht haben, die ich heute bin. Und ich weiß auch, dass zu mir auch einiges Schlechtes gehört (ich bin launisch wenn mir was nicht passt, nervig wenn ich etwas will, muss immer das letzte Wort haben und am besten erwähnt keiner die Worte „Sherlock“ oder „Doctor Who“, wenn er für den Tag noch ein anderes Gesprächsthema geplant hat), aber so ist das nun mal.
Ich weiß mittlerweile, wer ich bin und das zeige ich auch. Wenn ich etwas witzig finde, lache ich, auch wenn es alle hören. Wenn ich mich freue, hüpfe ich auf und ab, auch wenn sich alle nach mir umdrehen. Ich quatsche und quatsche und quatsche über alles, das mich beschäftigt, auch wenn die anderen denken, ich habe einen an der Klatsche.
Und deshalb bin ich selbst meine größte Heldin. Weil ich all das weiß und trotzdem so bin, wie ich sein will. Ich verändere nicht die Welt, aber ich mache meine Welt zur besten.

Und das sollten viel mehr Menschen tun.
eure Laura

PS: Ich hoffe, der Eintrag gefällt dir, Julia, auch wenn du dir das alles so sicher nicht vorgestellt hast ;)


Freitag, 17. April 2015

Einmal Pisa und zurück

Endlich habe ich nach einer knappen Woche Uni - die zwar nicht gerade anstrengend, aber doch wieder eine Umstellung war - die Zeit gefunden, ein paar Worte über meinen Kurzurlaub in Pisa zu berichten.
Ich hatte vier wirklich schöne Tage bei meiner Freundin Liv aka Livster und ihrer Mitbewohnerin Julia, die wir mit MTV, Pizza und Sonne verbracht haben. 
Aber zurück zum Anfang: letzten Donnerstag, einen Tag nach meinem 21., hieß es um sechs Uhr morgens Raus aus den Federn, denn je früher der Flug, desto mehr Italien lässt sich in vier kurze Tage packen. Außerdem hat das Umsteigen in München auch einiges an Zeit gekostet: ich verstehe immer noch nicht ganz, warum ein Riesenunternehmen wie Lufthansa keine Direktflüge vom Riesenflughafen Frankfurt nach Pisa anbietet.
Aber ich will mich nicht beschweren, denn doppelte Flüge bedeuteten für mich doppelte Snacks. Ich sehe das Positive.
Gut gestärkt und problemlos in Italien angekommen (die, die im Voraus schon von mir terrorisiert wurden wissen, dass ich vorm Flugtausch einiges an Bammel hatte, der allerdings mal wieder total unnötig war...), war ich begeistert. In erster Linie vom Wetter. Und in zweiter Linie natürlich, meine Freundin zu besuchen und wiederzusehen ;).
Bei meiner ersten pisaer Busfahrt mit Actioneinlage (wir sind zu spät aufgestanden, die Bustüren gingen wieder zu als wir noch drin waren und wir haben eine kleine Spazierfahrt gemacht) konnte ich mir die Stadt erstmals etwas ansehen - dank des bereits erwähnten Haltestellenmalheurs bekam ich sogar die Deluxetour.
Und Pisa ist wunderschön: der große Fluss Arno mittendurch, die vielen Motorroller auf den Straßen, die einem gleich ein Gefühl von italienischem Sommer geben, und natürlich die vielen Pizzerien, auf die ich mich besonders gefreut habe. Das große Highlight ist für mich aber (wie wahrscheinlich für alle anderen Touris auch) la Torre Pendente.
Ich kann jedem, der Pisa besucht, nur empfehlen, den Turm zu besteigen. Man kann nicht nur die vielen Menschen beobachten, die illegal auf den Wiesen stehen, um ihre Bilder zu schießen, aber von mit Trillerpfeifen bewaffneten Polizisten verscheucht werden, sondern man kann sich auch prächtig amüsieren bei dem Versuch, die Treppen hochzulaufen ohne sich wie der letzte Idiot zu fühlen. 
Denn ein schiefer Turm hat auch ein schiefes Treppenhaus.
Und das erfordert doch einiges an Koordination.
Gruselig.
Ich kann noch nicht mal sagen, ob der Weg hochzus anstrengender war, weil man nach 254 Stufen seine Beine nicht mehr spürt, oder der Weg runterzus, weil man vor lauter Konzentration, nicht runterzupurzeln, schon fast Kopfweh bekommt. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn für die Aussicht hat sich der Weg eindeutig gelohnt.
Und die Pizza, die wir drei ragazze uns am Abend bestellt haben, war eine gute Belohnung für die Anstrengung ;)
Tag zwei begann dann auch relativ früh mit Pizzaresten und Jovanotti, denn nach Pisa wollten wir Florenz unsicher machen. Nach einer Stunde günstiger Zugfahrt standen wir in der Stadt voller Marmor. Kirchen, Statuen, und der David, alles sah wertvoll und geschichtsträchtig aus. Bei ungefähr 22 Grad schlenderten wir durch die Straßen und über die Ponte Vecchio, eine alte Brücke (wer hätte es gedacht) mit Schmuckläden, die wohl einzig dazu dienen, zu teuer für jeden zu sein.
Den Mittag verbrachten wir auf einem Karussell  (einem richtig schnieken sogar) und in einem Restaurant bei Spaghetti Carbonara, bevor wir gegen nachmittag wieder die Heimfahrt antraten (allerdings nicht bevor ich mir eine tolle Ledertasche bei einem Straßenhändler gekauft hatte).
An Tag drei zog es uns ans Meer: das zwanzig Minuten entfernte Viareggio war der letzte Stop für meinen Besuch und gleichzeitig mein Highlight. Nicht nur, weil es traumhaft warm war und nach Meer und Sonne roch, sondern weil dort alles typisch Italienische an einem Fleck zu finden war: das bereits erwähnte Wetter und Meer, das weltbeste Eis, und ein mega Mittagessen bei Burger King. Wir hatten Lust auf Onion Rings.
Und die Schokoladentage, die gerade in Viareggio stattfanden, waren noch ein zusätzlicher Pluspunkt, genau wie der Likörstand, wo wir alle möglichen Probierbecherchen in die Hand gedrückt bekamen und schließlich drei Flaschen gekauft haben.
Zum Abendessen, wieder zurück in Pisa, machten wir Apericena, bei dem man nur einen Cocktail bezahlen muss und dazu umsonst essen darf. Eine sehr gute Idee mit leckerem Essen: Pasta, Pizza, Kroketten, Brot mit verschiedenen Aufstrichen, und und und.
Ein richtig schöner Abend und ein toller Abschluss für meinen ersten Pisabesuch.
An Tag vier hieß es nämlich nur noch Koffer packen und Abschied nehmen.
Und natürlich viel zu spät losfliegen.
Italien halt.
Fand ich auch gar nicht so schlimm, bis ich am Flughafen München (noch im Flugzeug von Pisa) auf meine Uhr sah und merkte, dass das Boarding für meinen Flug nach Frankfurt in ungefähr drei Minuten beginnen würde. Da wurde ich dann eher etwas panisch unruhig.
Aber ich war nur minimal außer Atem, als ich zehn Minuten später mit dem Bus einmal quer über den Flughafen gefahren wurde, mein Abfluggate gefunden und ein Stockwerk hochgespurtet bin, um dort zu merken, dass das Boarding etwas nach hinten verschoben wurde.
Der Snack im Flugzeug hat mich dann aber wieder vollends beruhigt.
Damit endete dann meine kleine Reise auch schon wieder, die wirklich sehr interessant war und in deren Verlauf ich viel Schönes und Neues entdecken durfte. Ich hatte eine tolle Zeit bei Liv und Julia und hoffe, das sieht man uns in den Bildern unten auch an.
Und mein Italienisch hat auch wieder funktioniert. 
Abgesehen vom ersten Tag, der war sprachlich gesehen eine Katastrophe.
 Naja, vielleicht auch ein Kataströphchen. 
Verstanden hat man mich ja. 
Irgendwie.
Wart ihr auch schon mal in Pisa, Florenz, Viareggio? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? 
Ich höre gerne eure Meinungen,
eure Laura





PS: Ihr könnt an den Fotos vielleicht erkennen, dass ich nicht gerade eine Meisterfotografin bin. Dafür besucht ihr am besten Julias Blog, denn dort findet ihr viele viele gute Bilder von Italien und vielem mehr!

Mittwoch, 8. April 2015

Vielen Dank für die Blumen

Heute ist mein Geburtstag.
Und obwohl ich anders, als hier in der Überschrift angegeben, kein einziges Pflänzlein geschenkt bekommen habe, hatte ich einen wunderschönen Tag: angefangen mit einem langen, leckeren Frühstück im Extrablatt, gefolgt von einer Runde Minigolf mit Mama und Papa und abgeschlossen mit einer Runde Monopoly, die fast im Familienkrieg geendet hätte (wie immer also ;) ).
Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen bedanken, die heute an mich gedacht haben und mir -egal ob über Facebook, WhatsApp, Telefon, oder persönlich- ihre Glückwünsche geschickt haben.
Auf ein neues Lebensjahr,
eure (jetzt auch international volljährige)
Laura

Montag, 30. März 2015

Neue Sprache - alte Feinde

Hallo meine Schnuckis,

nach dem letzten Schock über meine überflutete Wohnung, der sich mittlerweile gelegt hat (am Ende war alles doch nicht so schlimm, wie im ersten Moment angenommen, bis auf die Unordnung und die Kälte nach dem ständigen Durchlüften ist von meinem kleinen Pool nichts mehr übrig), berichte ich heute über mein neuestes Ferienprojekt, dass am Freitag zu Ende gegangen ist: mein dreiwöchiger Spanisch-Intensivkurs.
Nachdem ich schon Einiges an Italienischkursen hinter mir hatte, dachte ich, der Schritt zum Spanischen sei auch nicht mehr weit. Kann ja auch nicht allzu schwer sein, bei den vielen Gemeinsamkeiten.
Haha
Nachdem ich die erste der drei Wochen immer die falschen Vokabeln benutzt und alle möglichen Wörter falsch geschrieben hab (es ist ja auch ziemlich unnötig, dass man in Bella Italia "che" und "quattro" schreibt und in Spanien "que" und "cuatro"...), hat sich meine Meinung darüber allerdings etwas geändert.
Hätte ich meine Hausarbeit etwas aufmerksamer geschrieben, hätte ich mich daran erinnert, genau darüber einen ganzen Absatz verfasst zu haben: zwar kannte ich die grammatikalischen Besonderheiten und Regeln der Sprache schon vom Italienischen her, in dieser Hinsicht haben mir also meine mikrigen fundierten Vorkenntnisse genützt, in puncto Vokabeln allerdings war die erste Woche ein ziemlicher Alptraum.
Doch das ging dann auch irgendwie vorüber, als sich mein Gehirn dann an den frühen Kursbeginn von 9 Uhr gewöhnt hat, allerdings ließ der nächste Feind nicht lange auf sich warten: Zahlen.
Mein ältester und ärgster Feind.
Die erste Schlacht: der französische Krieg mit Zahlen wie "vier-mal-zwanzig" und "tausend-neunhundert-vier-mal-zwanzig-neunzehn".
Dann der Zweikampf bei Italien. Nicht so voll des Wahnsinns wie die französischen Zahlen, aber auch nicht unbedingt leicht zu merken, denn so oft muss man im Italienurlaub jetzt auch nicht zählen. Aber insgesamt zu vernachlässigen, was das Hasspotenzial anging.
Bis vor vier Wochen, als die Spanier kamen. Beziehungsweise ihre Zahlen. Die sind nämlich so ähnlich, dass man sich zwei verschiedene Gehirne wünscht. Oder eine Art Sprach-USB-Sticks, die man nach Bedarf in seinen Kopf stöppen und auswechseln kann. "Due" oder "dos", "dieci" oder "diez", am Anfang nicht mehr als ein Glücksspiel, am Ende gefährliches Halbwissen.
Und nachdem wir dann von der Angleichung der Zahlen an das Geschlecht des folgenden Substantivs gehört haben, stieg die allgemeine Motivation auch nicht unbedingt.
Doch die Zahlen waren nicht allein: mir begegnete ein ganz neuer Feind, den ich vorher gar nicht im Bild hatte und den ich bis heute noch nicht besiegt habe: das r.
Also der Buchstabe.
Ich hätte mir nie vorgestellt, dass einen ein Buchstabe in die Knie zwingen kann, doch dieser eine hätte es fast geschafft.
Einzeln mussten wir ihn vorsprechen, jeder einzelne voll Panik, etwas falschzumachen.
Aber die Aussprache von r ist schon allein bei der Erklärung ein reines Zungenkunststück: die Zungenspitze muss dabei hinter die Zähne, da wo das Zahnfleisch anfängt. Dann muss die Luft aus dem Bauch kommen und die Zunge zum Vibrieren bringen. ???
 Es gab Momente, da konnte ichs. Leider waren die allesamt abends vorm Spiegel, beim Einkaufen, oder beim leisen Üben in der Bahn (jetzt denken noch mehr Leute, ich hab nen Knall als schon vorher ;) )
Aber im Spanischkurs hat es nie so richtig geklappt. Und den Buchstaben irgendwie rollen zu lassen, nur um des Rollens willen, war auch nicht so klasse. Die Lehrerin hat es immer gemerkt. Immer.

Aber ich will aufhören zu jammern. Die drei Wochen haben wahnsinnigen Spaß gemacht und ich bin froh, mir mal ein bisschen die spanische Sprache angeschaut zu haben, selbst wenn unsere jährlichen Familienausflüge nach Cambrils schon mehrere Jahre zurücklegen.
Die Sprache ist wunderschön, und bis auf das gemeine r kommt die Aussprache mir als früherer Lisplerin sehr entgegen ;)
Ich kann es jedem nur empfehlen, auch wenn ich selbst noch nicht viel mehr kann als die grundlegendsten Grundlagen. Und alle Möbel bezeichnen kann ich auch. Warum auch immer.
Und meine nächste Herausforderung steht auch schon an, nämlich mein Gehirn für meinen kommenden Pisaurlaub dazu zu überreden, die alten Italienischvokabeln wieder aus dem Keller zu kramen.
Bis dahin,
eure Laura

Dienstag, 24. März 2015

Nass rausputzen mal anders

Hallo meine lieben Leser,
Es ist mal wieder eine ganze Weile her, dass ich von mir hab hören lassen. Und auch diesmal ist meine Ausrede, dass mir nichts Spannendes passiert ist.
Naja. Das hat sich jetzt kurzfristig geändert.
Manche von euch wissen vielleicht schon, dass in unserem Haus der Speicher ausgebaut wird, und da ich am nächsten daran wohne, steht der ganze Krempel von unterm Dach jetzt bei mir in Wohnzimmer und Kämmerchen (ja, mein "Büro" hat einen Spitznamen). Das allein ist schon nicht so Bombe, denn Sachen, die jahrelang auf dem Speicher stehen, stauben auch entsprechend. Und so wirklich Platz zum Sitzen hab ich auch nicht mehr übrig.
Das Krönchen wurde der Sache allerdings gestern Abend/Nacht aufgesetzt, als ich von einem wirklich netten Spieleabend nach Hause gekommen bin und alle meine Fenster sperrangelweit offen standen und überall Licht brannte.
Komisch, ich wohn ja eigentlich allein.
Eine panische Minute dachte ich erst: "EINBRECHER", aber der hätte schon ziemlich blöde sein müssen, alle Lichter an- und die Fenster aufzumachen.
Gut, das war es wohl nicht.
Vielleicht hat Papa Asyl gesucht, um in Ruhe Fußball zu schauen.
Die Idee war schon besser als die vom Einbrecher, aber auch nicht mehr so wahrscheinlich, als auf der Bank im Hof meine Wohnzimmerteppiche lagen und das Treppenhaus voller kleiner Pfützen war.
Long story short: der Sanitärmensch, der mir eine neue Spüle eingebaut hat, hat einen Stopfen zu wenig gesetzt, mein Papa hat den Wasserhahn aufgedreht und meine Küche mitsamt Wohnzimmer standen kurze Zeit später unter Wasser. Bei meiner Oma unter mir hat es durch die Decke getropft. Und bei meinen Eltern nochmal drunter dann irgendwann auch.
So haben wir alle dann erstmal bis kurz vor Mitternacht meine Wohnung trockengelegt, nass putzen wollte ich ja eh mal wieder.
Und was hab ich daraus gelernt? Ich wünsche mir nie wieder, dass mir mal etwas mehr passiert.
Jetzt kommt erstmal jemand, der sich meinen Boden anschaut, ob der noch zu retten ist, aber neue Teppiche sind auf jeden Fall für mich drin. Yay.
Aber immerhin ist die Sherlock-Tapete verschont geblieben.
Ich hoffe eure Semesterferien verlaufen ohne größere Überraschungen,
bis die Tage mit vielleicht netteren Nachrichten,
eure Laura

Sonntag, 15. Februar 2015

Die Kinosensation des Jahres...?

Hallo meine lieben Leser,

schon wieder ist es eine Weile her, dass ihr von mir gehört habt. Ich würde gerne eine lange Liste voller Entschuldigungen anführen, aber nach Klausuren und dem lang ersehnten Ferienbeginn hatte ich schlicht und ergreifend keinen Bock zu schreiben. Oder irgendwas anderes zu machen.
Die letzten Tage bestand mein Leben aus Computerspielen (nachdem ich endlich die Sims 4 und Sherlock Holmes: Crimes and Punishments gekauft hatte, hat mein PC förmlich geglüht) und Fernsehen.

Aber irgendwann musste ich dann doch mal meine Wohnung verlassen und so bin ich wie viele andere, die am Valentinstag nichts Anderes zu tun hatten, ins Kino gepilgert um mir DEN Film des Jahres anzusehen.
Nach einem etwas peinlichen "Und was schaut ihr euch jetzt nachher an?" von Papa und etwas Stress vor Filmbeginn (warum gibt es auch 2 Kinos in Mannheim, da muss man doch früher oder später im falschen landen!) ging es dann bald los.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, so einen schlechten Film hab ich glaube ich noch nie gesehen.
Womöglich gibt es eine Menge Kinobesucher, die begeistert waren, und ich bereue auch auf gar keinen Fall, mir den Film angesehen zu haben, denn amüsiert haben meine Freundinnen und ich uns prächtig.
Nur an den falschen Stellen vielleicht. Aber nachdem ein Mann, den du selbst als einschüchternd beschreibst, dir von seinen "speziellen Vorlieben" und von seinem "Spielzimmer" erzählt, fragst du nicht einfach: "Spielzimmer? Mit deiner X-Box und so?", liebe Ana.
Da hätte der gute Christian statt der Peitsche mal lieber den Zaunpfahl geschwungen.

Aber viel besser wurden die Dialoge dann auch nicht. Wenn überhaupt wurde gegen Ende des Films eher weniger und weniger geredet... war jetzt aber auch kein allzu großer Verlust.
Dafür kamen dann aber im Laufe des Films noch eher mittelmäßige Flechtkünste Christians, das obligatorische "Nein! Du darfst mich nicht lieben, ich bin so kaputt!" nach heftigem Angefummel im Aufzug und ein winziges Stückchen weiblicher Selbstbestimmung in der letzten Filmminute dazu (ach ja, und ein offenes Ende. Liebt ja auch jeder.)
Und ist es nicht auch romantisch, wenn dein Freund nach einem kurzen Telefonat deinen Standort ausfindig macht, um dich aus einer Bar zu zerren, und plötzlich vor dir steht, wenn du in einem anderen Bundesstaat bist um deine Familie zu besuchen? Wenn er sich vertraglich dazu verpflichtet, einmal in der Woche mit dir auszugehen und dich nicht mehr aus seinen Augen lässt? (Das sind rhetorische Fragen. Christian sollte ganz dringend seinen im Film nicht vorkommenden Psychologen aufsuchen. Creepy.)
Aber es gab auch gute Seiten am Film: die Musik war schön. Wirklich schön. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Titel wie "Love Me Like You Do" so hundertprozentig zur Handlung des Films passt.
Naja, immerhin konnten wir uns ausgiebig fremdschämen amüsieren. Wenn ihr den Film auch schon gesehen habt und / oder Meinungen habt, könnt ihr sie mir gerne mitteilen. Ich bin gespannt, was ihr zu DEM Film des Jahres zu sagen habt ;)

Eure Laura