Dienstag, 13. Januar 2015

Baustelle ade!

Gut, eine richtige Baustelle hatte ich in meiner Wohnung dann doch nicht ganz: mein Wohn-/Esszimmer wurde neu gestrichen und tapeziert. Das heißt, alles musste in die Mitte des Zimmers gerückt werden, alle Deko wurde ausnahmslos ins Schlafzimmer verfrachtet, die ausgediente Eckbank drei Stockwerke in den Keller geschleift.
Doch das war es wert! Nach einigen Tagen Chaos (ich hab gar nicht erst versucht, an mein Bücherregal mit den Unisachen zu kommen... Improvisation war gefragt!) erstrahlt mein Heim jetzt in neuem Glanz.
Genauer gesagt: in ziemlich sherlockigem Glanz.
Wer mich kennt oder meine Posts zu meinem London-Besuch / meinen Weihnachtsgeschenken gelesen hat, weiß, dass ich die BBC-Serie Sherlock ganz gelungen finde.
Man könnte sogar fast schon sagen sehr gelungen.
Das wäre dann aber schon fast wieder übertrieben.
Deshalb überrascht es auch wohl nicht wirklich, dass neben diversen Büchern, Kalendern, Tassen auch die Tapete aus der wohl berühmtesten Wohnung Englands ihren Weg zu mir gefunden hat.
Und ihr mögt mich für verrückt halten, aber ich habe meine Entscheidung bisher keine Sekunde bereut (naja... bis auf den Moment, in dem mir der Maler gesagt hatte, dass ich für ca. 50 cm noch eine Extrarolle kaufen müsse. Hab ich schon erwähnt, dass es sich um eine Designertapete handelt?)
Mein Esszimmer ist jetzt auch schön modern rot, aber gegen meine super duper mega klasse Mustertapete kommt es dann doch nicht so ganz an ;)
Mit einem Bild meines neuen Schatzes verabschiede ich mich dann auch schon wieder aus meiner kleinen Baker Street (denn mehr ist bei mir die Tage dann auch nicht passiert)...


Genießt das Meisterstück der Tapezierkunst und macht es gut!

Adieu und toodles,
eure Laura


Sonntag, 4. Januar 2015

Schon ist es da, das neue Jahr

Und wieder ist ein Jahr rum.
2014 bot viel Neues für mich: nicht nur hat mein großes Abenteuer Blog begonnen (ja, das zählt für mich schon als Abenteuer ;) ), ich konnte neue Freundschaften schließen, die hoffentlich noch lange halten und ich konnte eine wunderschöne Zeit in England verbringen, die mir auch noch gezeigt hat, wo meine Reise irgendwann hingehen soll.
Ich habe eine neue Arbeitsstelle angefangen und eine alte aufgegeben, habe mein letztes Jahr an der Uni angefangen (vorerst), bin aber ansonsten kein Stückchen erwachsener geworden - Gott sei Dank!
Aber Schluss mit Geschwafel, ich habe ja schließlich versprochen, von meinen Feiertagen zu erzählen:
Weihnachten war schön wie immer! Ich bin einfach ein kleines Mädchen, wenn es um Weihnachten geht, die Musik im Radio, Dekoration und Lichter überall in den Straßen, der Weihnachtsmarkt. Im Idealfall wäre auch noch Schnee dabei, aber man kann ja auch nicht immer alles haben (leider)!
Dieses Jahr hatte ich alle meine Geschenke relativ früh zusammen, ich habe es das erste Mal geschafft, ein Geschenk pünktlich Richtung England zu schicken und eine komplizierte Undercover-Kofferversteck-Aktion mit meinem Papa durchzuziehen, ohne dass meine Mama etwas davon mitbekommen hat (für die war der Koffer nämlich). Deshalb konnte ich mich entspannt auf Weihnachten selbst vorbereiten.
Und wenn ich sage vorbereiten, dann meine ich das auch: ich weiß immer schon Tage vorher, was ich anziehe, wie ich meine Haare mache, wer wann wo seine Geschenke aufmacht, welche CD gespielt wird.
Dann macht es auch am Ende nichts, wenn ich in einem knielangen Kleid in der unbeheizten Kirche sitze und mir den Hintern abfriere... solange ich hübsch aussehe, nehme ich einiges in Kauf!
Und nachdem ich mit Hilfe meines Papas wieder zurück über das Kopfsteinpflaster der Altstadt gestöckelt und heil daheim angekommen bin, lag nur noch das Essen zwischen mir und dem Ziel des Abends: den Geschenken.
Ich weiß, das ist nicht der eigentliche Sinn von Weihnachten. Aber trotzdem ist es für mich der schönste Moment des Abends, wenn meine Eltern ihre Päckchen aufmachen und sich so richtig freuen (Was habt ihr denn gedacht, dass ich mich nur über meine eigenen Geschenke freue?? pfff... ;) ).
Wobei mein Geschenkehaufen auch nicht zu verachten war:
Nach einigem Gefreue und Rumgehüpfe (einer Angewohnheit, die sich seit Kindertagen leider noch nicht verwachsen hat) war ich dann auch in der Lage, meine Päckchen aufzumachen, was eigentlich nur noch mehr Rumgehüpfe zur Folge hatte, da mein kleines verrücktes Herzchen alles bekommen hat, was es begehrte (naja, es hat alles nicht Lebende bekommen, was es begehrte, aber das ist eine andere Geschichte).
Die Kurzfassung? Harry Potter - Sherlock - Doctor Who.
Die Langfassung? Eduard (der riesige, nicht zu übersehende Plüschelefant); ein Harry Potter T-Shirt; einen Kalender, ein Poster, ein Buch und Lesezeichen von Sherlock; zwei Bücher, Schmuck, wieder Lesezeichen, und eine Teekanne von Doctor Who (eine Teekanne, richtig... eine richtig tolle); einen Füller; ein Buch, um Irisch zu lernen (ja, ich will Irisch lernen, was, wie ich mittlerweile herausgefunden hab, gar nicht einfach ist: es gibt zwei verschiedene Wörter für "tschüss": eins wenn du bleibst, eins wenn du gehst) und einen kleinen süßen Fotohalter.
Damit war ich dann erstmal ganz schön beschäftigt, bis auch schon Silvester vor der Tür stand. Das hab ich dieses Jahr so gefeiert wie immer: Brettspiele mit meinen Eltern, Dinner for One, Rumpsteak mit Pommes, leckeren Eiswein, um Mitternacht eine Packung Raketen verschießen, die ich meinem Papa aufgeschwätzt hab (irgendwer muss in unserer Straße ja ein bisschen knallen, und ich komm den Raketen lieber nicht zu nahe!), fertig. Ein richtig schöner Abend und ein ruhiger Start ins neue Jahr.
Das verläuft bisher übrigens relativ nach meinen Wünschen, denn noch sind Ferien. Das heißt für mich, dass ich endlich die letzten beiden Staffeln Doctor's Diary schauen kann, die Tapete von meiner Wand abkratzen kann, wenn am Mittwoch mein Wohnzimmer neu tapeziert wird und mit meinem Papa den Keller umräumen kann.
Wie war euer Weihnachten?
Hattet ihr einen guten Start ins neue Jahr?
Kommentiert gerne, wenn ihr was zu sagen habt, ich freue mich über jeden Beitrag (dann kann ich auch mal sehen, wen es denn überhaupt alles hierher verschlägt ;) )
Bis zum nächsten Mal,
eure Laura

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Fröhliche Weihnachten

Hallo meine lieben Leser,

Ich möchte euch an dieser Stelle nur ein fröhliches Weihnachtsfest wünschen.

In Kürze könnt ihr dann auch in voller Länge lesen, wie ich die Feiertage verbracht habe.

Bis dahin alles Liebe, adieu und toodles,
eure Laura

Dienstag, 18. November 2014

Ein hübscher Tag

Hallo ihr lieben Leute :)
Wie ihr hoffentlich seht ( -> ), habe ich mein Profilbild hier aktualisiert.
Dieses Bild stammt aus einem Fotoshooting einer bekannten Parfümerie-Kette ( ;) ), an dem ich vor längerer Zeit schon teilgenommen habe.
Bisher habe ich allerdings nichts davon berichtet, weil ich mir nicht sicher war, inwieweit euch mein Einstieg in die Welt der Topmodels interessiert und ob ich die Fotos teilen soll.
Doch nach mehrmaligem Ansehen habe ich beschlossen, dass die Welt ruhig sehen kann, was für Schönheiten es in Schriesheim gibt... oder so ähnlich...
Während meiner Zeit in England hat mir meine Mutter erzählt, sie habe mich für 20 Euro für ein professionelles Fotoshooting angemeldet. Ich war mir am Anfang nicht soo sicher, was ich davon halten sollte, denn wer mich schonmal vor einer Kamera gesehen hat weiß, dass dort nicht mein Lieblingsplatz ist. Das sieht man oft auch an den Ergebnissen, finde ich.
Aber gut, angemeldet ist angemeldet, und so stand ich eines Samstags morgens ungeschminkt im Rhein-Neckar-Zentrum und wartete darauf, endlich mal schön gemacht zu werden.
Dazu folgte ungefähr eine halbe Stunde voller Gepinsele, Getupfe, Gemale, und, und, und. Von Make-Up und Concealer über Augenbrauenstift und Kajal bis zu Wimperntusche und Lippenstift hatte ich irgendwann alles im Gesicht, was ich kannte oder auch nicht kannte.
Doch das wirklich Erstaunliche abgesehen von meiner fehlenden Kenntnis über Schminke war, dass man mir die halbe Stunde und massenhaften Produkte am Ende gar nicht ansah.
Ich sah einfach nur gut aus. (Entschuldigt das Eigenlob, ist auch schon wieder vorbei)
Doch dann begann für mich der harte Teil des Tages (dachte ich): fotografiert werden.
Ich konnte meiner Vorgängerin schon etwas zuschauen und war schon bald selbst dran.
Die Fotografin war gefühlte 25 Jahre und supernett, sodass ich mich nach anfänglichen Verbiegungen (Wo muss meine Schulter hin? Und welcher Fuß soll nach vorne? Und dann auch noch lächeln!?) hab ich mich sehr wohlgefühlt.
Und so verging die halbe Stunde vor der Kamera auch schon wie im Flug.
Doch nicht so schwer wie gedacht.
Im Gegensatz zur folgenden Auswahl, welche Fotos ich denn kaufen wolle (ja gut, in den 20 Euro war nur ein Foto inklusive... den Rest musste man extra kaufen...)
Auf zwei riesigen Monitoren konnten ich und alle, die nach mir dran waren, am "Set" vorbeigingen oder einfach nur rumstanden wie dieser eine seltsame alte Mann, meine Fotos sehen und so waren wir schließlich eine kleine Jury, die die Auswahl auch nicht wirklich eingrenzen konnte.
Deshalb bin ich dann schließlich mit 28 Fotos, auf CD und ausgedruckt, und einem Lippenstift, der ein kleines Vermögen gekostet hat, wieder nach Hause gegangen.
Und weil den vielen Worten ja auch Taten folgen sollten, gibt es hier erstmal eine kleine Auswahl meines Modelmeisterwerks ;)



















Damit verabschiede ich mich mal wieder mit einer Empfehlung: solltet ihr jemals die Chance haben, an einem solchen Shooting teilzunehmen, macht es. Denn hier könnt ihr euch für kleines Geld mal fühlen wie ein echter Star, ihr bekommt Erinnerungen, die bleiben, und eine kleine Spritze für euer Selbstbewusstsein. Denn an diesem Tag habe ich fast keinen gesehen, der am Ende nicht toll aussah.
Wenn ihr eine Meinung zu den Fotos habt, könnt ihr sie mir gerne in den Kommentaren mitteilen!
Bis zum nächsten Mal,
eure Laura

Donnerstag, 6. November 2014

Die Freuden des Bahnfahrens

Guten Morgen ihr lieben Leser, falls es euch denn nach dieser langen Schweigefrist überhaupt noch gibt!
Ich gebe zu: ich schäme mich ein bisschen, so lange nichts von mir hören gelassen zu haben, aber um es mit dem Worten eines anderen (deutlich bekannteren) Bloggers zu sagen "Nothing happens to me".
Ein paar Tage nach meinem letzten Theaterbesuch in England habe ich mich wieder auf den Heimweg nach Deutschland gemacht, die letzten paar Ferientage sind wie im Flug vergangen und die Uni hat wieder angefangen.
So weit, so gut.
Da ist die Spannung dann erstmal wieder raus...
Bis heute! Die Deutsche Bahn streikt mal wieder, Chaos bricht aus, die Welt geht unter!
So kam es mir zumindest heute morgen vor...
Menschenmassen am Schriesheimer Bahnhof, eine ausgefallene Bahn, Panik in den Augen der Menschen (ihr könnt euch das Grauen bestimmt vorstellen ;) ).
Doch selbst als die Bahn dann endlich in den Bahnhof einfuhr war die Freude nicht allzu groß. Denn wo viele Menschen an einem Bahnsteig stehen, wollen auch viele Menschen in eine Bahn. In der weniger Platz ist als draußen. Viel weniger Platz.
Und dann gibt es ja noch mehr Haltestellen auf dem Weg zum Bismarckplatz!
Diese Odyssee ging dann so weit, dass der Bahnfahrer die Türen am Dossenheimer Bahnhof gar nicht mehr öffnen wollte, dass ich meine Stehnachbarin bis zur Biethsstraße etwas genauer kennengelernt habe als gewünscht, und dass sich eine besonders freundliche Dame mithilfe ihrer Ellbogen ihren Weg ins Abteil gekämpft hat. Rambo lässt grüßen!
Aber ich versuche ja zur Abwechslung mal immer das Positive zu sehen: kalt war mir nach diesen 20 Minuten sicher nicht mehr!
Und wenn ich mir hier so die gelichteten Reihen im Kursraum anschaue (ja, ich bin gerade im Unterricht... aber keine Angst, ich höre während des Schreibens zu... irgendwie) bin ich froh, überhaupt in Heidelberg angekommen zu sein, denn das kann heute morgen nicht jede von sich behaupten.
Ich kann mir meine Fehlstunden immerhin für die besonders kalten und / oder ekligen Wintertage aufheben ;)
Ich bin mal gespannt wie lange meine Heimfahrt dauert und wie sich das Chaos über die nächsten Streiktage weiterentwickelt, ihr könnt mir gerne in euren Kommentaren erzählen, wie es euch bahntechnisch ergangen ist!
Bis die Tage, tüdelü und toodles,
eure Laura

Dienstag, 23. September 2014

Der Zauber des Theaters


Während meiner Zeit hier in England hat es mich das erste Mal (seit der Schule) wieder ins Theater verschlagen.
Aber, wie ihr euch vielleicht schon vorstellen könnt, überkam mich nicht plötzlich die Lust, auf den Spuren Shakespeares zu wandeln. Nein, meine Gründe waren etwas fragwürdiger profaner: Wie es das Schicksal so wollte (denn wir wissen alle, was das Universum von Zufällen hält), spielt gerade im Moment Martin Freeman in London an den Trafalgar Studios in London in Richard III. 
Noch nie davon gehört? Ich auch nicht. Doch nachdem ich meine Hausaufgaben gemacht und das Stück pflichtbewusst gelesen hab, um an meinem großen Tag nicht nur zu gaffen und Bahnhof zu verstehen, kann ich euch eine kleine Zusammenfassung geben: Lord Richard von Gloucester, gespielt von Martin Freeman, ist nicht gerade der schönste Mann auf Erden (da war bestimmt einige Zeit in der Maske nötig) und ziemlich frustriert, denn sein Bruder Edward ist König, sein anderer Bruder George ist der nächste in der Thronfolge, und eine Frau hat er auch nicht, um sich die Zeit zu vertreiben.
Also entscheidet er, ein Bösewicht zu werden.
Hört sich erstmal nicht soo gefährlich an, aber Richard ist da ziemlich konsequent: erst lässt er seinen einen Bruder George ermorden, dann stirbt König Edward (womöglich der einzige im Stück, der eines halbwegs natürlichen Todes stirbt), sodass zwischen Richard und dem Thron nur Edwards Söhne stehen.
Was mit denen passiert könnt ihr euch dann wohl auch denken (falls nicht: die sterben auch).
Es sterben noch Massen anderer Leute, die den Thron auch nur schief ansehen, Richard wird König von England und am Ende siegt Richmond (Wer ist Richmond? Gute Frage, auf jeden Fall gewinnt er am Ende und endet die schreckliche Schreckensherrschaft Richards).
Das war’s in aller Kürze. Das Stück ist allerdings sehr spannend wenn man es denn erstmal verstanden hat und beruht im Großen und Ganzen auf der Wahrheit.
Ich bin also mit gemischten Gefühlen ins Theater gegangen: Vorfreude auf einen brillianten Schauspieler und ein Ticket in der 3. Reihe auf der einen Seite, die gruselige Vorstellung von Königen und Lords in Strumpfhosen auf der anderen.
Aber meine Ängste waren umsonst (Gott sei Dank, das wären verstörende zwei Stunden gewesen): das Theater war winzig und kuschlig, die Kulisse mit Telefonen und Fernsehern deutete eher weniger auf Strumpfhosen hin. Und in der Tat erwartete mich eine eher moderne Interpretation des Stücks Shakespeares (gelten die Siebziger noch als Modern?). Und es war wunderbar.
Die Schauspieler (nicht nur Martin Freeman) waren so brilliant, die Licht- und Toneffekte so genial und die Atmosphäre so gänsehautbereitend, dass ich zwei Wochen später im gleichen Stück saß – nur eine Reihe weiter vorne als zuvor. Und es war wieder einmalig.
Alles, was ich hier beschreiben könnte, würde es wohl nicht im Ansatz treffen, denn ein solches Zusammenspiel von allen Sinnen (ja, man konnte dank des exzessiven Qualmens Rauchens sogar etwas riechen und dank des noch exzessiveren Mordens inklusive Blutspritzens auch fühlen) kann man nicht mit Worten beschreiben – erst recht nicht schwarz auf weiß.
Doch der Moment, der mir fast am meisten Gänsehaut bereitet hat, kam noch bevor der erste Schauspieler die Bühne betrat: dieser eine Moment, in dem plötzlich das ganze Theater still wird, in dem wie auf Knopfdruck alle Gespräche verstummen und in dem man die spannungsvolle Vorfreude fast greifen kann.
Das ist der Moment, der das Theater so besonders macht: es ist etwas Besonderes, man weiß nie so genau, was einen gleich erwartet, man kann nicht, wie bei einem Film den man schon mal gesehen hat voraussagen, wie eine Szene ablaufen wird.
Die Charaktere erwachen zum Leben.
Dieser eine Moment allein macht das Theater zu etwas Besonderem (+ Martin Freeman).
Ich kann es nur empfehlen.
eure Laura



Sonntag, 31. August 2014

London London London

Den gestrigen Tag habe ich in London verbracht und ich kann nur sagen: es war großartig!
Nicht so laut, schmutzig, hektisch wie ich es in Erinnerung habe (gut, es gibt schon einige Menschen, die gestresst durch die Gegend hetzen, aber von denen darf man sich einfach nicht anstecken lassen).
Mein Tag hat - für solch einen Ausflug - eigentlich relativ spät begonnen, um 9:30 Uhr fuhr mein Zug los in Richtung Großstadt.
Eine Stunde später stand ich dann am Bahnhof King's Cross und konnte dort schon anfangen zu staunen: ein Platform 9 ³/4 -Shop voller Harry Potter-Fanartikeln. 
Den gab es noch nicht, als ich vor zwei Jahren das letzte Mal hier war.
Doch noch wollte ich kein Geld ausgeben, denn der Tag war noch jung und es gab noch viel zu sehen. 
Deshalb warf ich mich gleich ins Getümmel, oder besser gesagt in die U-Bahn. Erstaunlicherweise ist es nicht schwer, sich bei den unzähligen Linien, den verschiedenen Richtungen und Haltestellen zurechtzufinden, denn die Stationen sind (wie eigentlich alles in London) sehr gut beschrieben.
Also genau richtig für mich.
So erreichte ich dann in Null Komma Nichts den Piccadilly Circus, der mit seiner Leuchtreklame zwar ziemlich beeindruckend, aber kleiner als gedacht ist.
Weiter ging es zu Fuß (!) durch den Green Park und zum Buckingham Palace, wo ich um 15 Minuten den Wechsel der Garde verpasst hab.
Sowas passiert auch nur mir!
Nachdem ich die Trauer und den Schmerz darüber verdaut habe (hat nicht so lang gedauert), bin ich zum Hyde Park weitergelaufen. Und der ist riesig. Man sollte nicht meinen, dass es inmitten einer Stadt möglich ist, einen Park zu errichten, den man in unter einer Stunde nicht durchqueren kann - erst recht nicht wenn man ihn genießen will!
Und zu genießen gibt es dort eine ganze Menge: entlang des Princess Diana Memorial Walks, den ich gewählt habe, gibt es eine Vielzahl schöner Brunnen, Figuren, einen See und wunderschöne Pflanzen. Im Nachhinein bin ich froh, diesen Punkt nicht von meiner Liste gestrichen zu haben, auch wenn ein Fahrrad oder ein Tretroller nicht schlecht gewesen wären ;)
Dann, mittlerweile zur Mittagszeit, habe ich mein nächstes Ziel erreicht: die TARDIS. Naja, nicht die TARDIS. Aber mit einem Schallschraubenzieher bewaffnet (Spende der italienischen Familie, die auch zufällig dort war und mein Foto geschossen hat) vor der blauen Box zu posieren hat trotzdem einen Heidenspaß gemacht. Auch wenn die Passanten irgendwie seltsam geschaut haben.
Keine Ahnung warum.
Weiter ging es (nach einem Caramel-Custard-Doughnut) zur 221b Baker Street.
Mein zweites Mal im Sherlock-Holmes-Museum war mindestens genauso interessant wie mein erstes. Denn jetzt wusste ich worum es geht. Einigermaßen.
Die ganzen Details zu sehen, Räume, die in den Büchern beschrieben und dann in London zum Leben erweckt wurden. Es war mal wieder wunderbar.
Genau wie die vielen Fanartikel, die es im Shop zu kaufen gab. Leider. Mein Geldbeutel ist immernoch sauer auf mich.
Doch das war es erstmal mit Geldausgeben, es ging weiter zur nächsten Baker Street.
Nein, es gibt mittlerweile keine zweite davon, ich spreche von der North Gower Street, die für die BBC-Serie Sherlock als Baker Street herhalten muss.
Und als ich dann dort stand und meine Selfies geschossen hab (in Ermangelung eines anderen Verrückten Fans) war es etwas ganz Besonderes für mich: an diesem Ort begann etwas, das für mich zu mehr als einem Hobby wurde, zu einer Leidenschaft, zu einer (wie mir viele zustimmen würden, besonders meine Mama) kleinen Besessenheit.
Und genau deshalb war mein nächster Halt das St. Bart's Hospital, das mich wirklich erstaunt hat.
Nicht das Krankenhaus selbst, sondern die Telefonzelle davor: Dutzende von Fans haben ihre Gedanken daran geschrieben, geklebt, und sich sogar an den staubigen Fenstern verewigt.
Das und die Gruppe, die schon vor mir Fotos geschossen hat und mir gleich nach einem freundlichen Hallo angeboten hat, Fotos von mir zu schießen hat mir gezeigt: Sherlock verbindet Menschen.
Das mag etwas übertrieben sein, aber mir gefällt der Gedanke, dass eine Sendung mehr ist als ein Zeitvertreib, eine Möglichkeit seine Nachmittage zu füllen.
Mit diesem Gedanken habe ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht, und als ich um 20:15 Uhr vor dem Fernseher saß und die neue Folge Doctor Who gesehen hab, fand ich den Tag einfach perfekt.
eure Laura