Samstag, 26. Dezember 2015

Ja, sie lebt noch!

Meine lieben Leser,
Ich hoffe es gibt euch noch!
Ich weiß, dass ich mich ca. 12 Jahre nicht gemeldet habe, aber das liegt weder an Ideenlosigkeit noch an schlechter Stimmung: ich bin im Stress (die älteste Ausrede der Welt, ich weiß).
Wie manche von euch vielleicht wissen, hab ich im Oktober meinen Master angefangen und bin jetzt offiziell Konferenzdolmetsch-Studentin! Juhu!
Es macht wahnsinnigen Spaß, ich habe tolle Kommilitonen und bisher schon sehr viel gelernt.
Aber auf der anderen Seite ist es auch mega ziemlich zeitaufwändig: Zeitungen in drei Sprachen lesen, Nachrichten schauen, Strategien üben (meine Lieblingsstrategie ist hierbei eindeutig die sogenannte Salamitechnik, bei der man lange Sätze scheibchenweise dolmetscht um Verwirrung zu vermeiden - was bei mir persönlich sehr viele Vorteile bringt...), und und und.
Außerdem liegen die Kurse ziemlich verstreut in der Woche und Arbeitsgruppen müssen auch noch irgendwo eingeschoben werden.
Daher also meine Blogabwesenheit im letzten Semester.
Aber jetzt sind ja Weihnachtsferien; die Geschenke sind verteilt, die Arbeit wartet bis Januar, der Fernseher kann glühen - und ich kann meinem Blog wieder die ein oder andere Minute widmen.
Also freut euch, zumindest in den nächsten Tagen bis Ende der Ferien, wieder auf das ein oder andere Geschreibsel.
Worüber, das weiß ich noch nicht. Aber wenn ich so meinen Tagesablauf Revue passieren lasse wird es sich wahrscheinlich um profane Dinge wie Cupcakes (ich habe in letzter Zeit meine Backliebe entdeckt) oder Männer (wo ich doch gerade Zeit für einen Doctor's Diary-Marathon hab) drehen.
Verzeiht mir meine Schludrigkeit,
Freut euch auf viele neue langweilige und belanglose Geschichten,
Tüdelü und Adieu,
eure Laura





Montag, 28. September 2015

London Calling

Ich gebe es ja zu. Es ist schon eine ziemliche Weile her, dass the City gerufen hat, aber ihr kennt das bestimmt: Ferien, man hat nichts zu tun und keine Sorgen im Leben.
Lang vergessene Hobbies können wieder ausgelebt werden.
Und am Ende vegetiert man vor dem Fernseher oder Handy dahin.
So auch in meinem Falle. Mittlerweile bin ich bei Folge 93 von Auf Streife.
Deshalb entschuldigt meine lange Schaffenspause, aber gut Ding' will schließlich Weile haben und deshalb gibt es jetzt lieber spät als nie einen kleinen kleinen Einblick in unseren Urlaub.
Während ich Auf Streife schaue.
Vor gut drei Wochen machten meine Freundin Lisa und ich uns auf nach Frankfurt, um - glücklicherweise vom Pilotenstreik verschont - Richtung Insel zu fliegen.
(Also nach England)
(London)
Nach einer langen und warmen (!!!) U-Bahn-Fahrt quer durch die Stadt meiner Träume mussten wir erstmal unsere Ferienwohnung erkunden, den Supermarkt finden um unser Überleben zu sichern und Abendessen beschaffen.
Nach einer ungewohnt lauten Nacht (es ist doch eher eine größere Umstellung von Dorf zu Großstadt) konnte der Urlaub dann, an Tag 2, richtig beginnen.

Fragt mich nicht mehr, was wir wann unternommen hatten, das wusste ich während des Urlaubs schon nicht mehr, aber ich kann euch versichern - es war eine Menge!
Wir haben die Stadt zu Lande, zu Wasser und in der Luft erkundet, sind auf den Spuren Sherlock Holmes' gewandelt (wessen Idee war das nur?) und haben bei strömendem Regen und - in meinem Fall - auf 8,5 cm-Hacken - die Wendeltreppen von St. Paul's erklommen.
Wir haben nicht nur Stars aus Wachs, sondern auch aus Fleisch und Blut gesehen (auch wenn ich es in meiner Verwirrung versäumt habe, ein Foto vom Schauspieler Bill Nighy zu schießen) und konnten uns bei einem traditionellen Afternoon Tea im Luxus-Warenhaus Fortnum & Mason selbst fühlen wie kleine Sternchen.

Nur für unsere Papas sind wir zum Arsenal-Stadion gelaufen, als Belohnung waren wir dafür im zauberhaften Musical Wicked.
Wir haben in einem vierstöckigen M&Ms-Geschäft eingekauft und sind aus Versehen an China Town vorbeigelaufen. Ist aber auch winzig gewesen.
Wir haben unzählige Stunden im Tower of London verbracht und die Last Night of the Proms im Hyde Park genossen.
Auf einem Tagesausflug haben wir die Kathedrale in Salisbury und Stonehenge gesehen, auf einem anderen meine englische Gastfamilie in Cambridge besucht.
Wir haben uns sowohl durch die National Gallery als auch das British Museum gekämpft und auf dem Markt in Camden nicht nur Geld ausgegeben, sondern auch ein frittiertes Snickers gegessen.
Wir hatten immer einen Plan.
Und eine Menge Spaß.
eure Laura

Samstag, 29. August 2015

Don't Stop Me Now

Auf meiner Bucket List stehen viele Dinge - große Dinge, kleine Dinge, wahrscheinliche und unwahrscheinliche (was genau, das verrate ich euch allerdings nicht ;) ).
Den ersten Punkt kann ich allerdings schon abhaken. Einen meiner größten Wünsche, den ich schon ewige Zeiten verwirklichen wollte.
Ich habe in einer Karaokebar gesungen.
Oh yeah.
Am Mittwoch war es so weit, bei Freunden ab ins Auto (danke nochmal Julia und Philipp fürs Mitnehmen!) und los nach Bad Dürkheim in den Musikkeller Nanu.
Da kennt mich wenigstens keiner...
Ein süßer kleiner Raum, in dem jeden Mittwoch ein Karaokeabend veranstaltet wird.
Die Liste der angebotenen Lieder war lang und bot über die obligatorischen Gassenhauer und Oldies auch Charts und internationale Knüller. Naja, wenn ich sage "Knüller"...
Doch für meinen Mitsingknecht Julia und mich kam nur ein Stück in Frage: Don't Stop Me Now von Queen, unzählige Male bei Singstar bezwungen, mal mehr, mal weniger schief. Das musste es sein.
Wir waren nicht als erste an der Reihe - ich konnte es zwar kaum erwarten, wollte aber doch erst mal die ein oder andere schiefe Nummer abwarten, um den nötigen Mut aufbringen zu können.
Doch dann war es irgendwann so weit...
Und es war wunderbar!
Gut, es waren mehr Töne daneben als getroffen und ich habe mich zum Mikrofon-Hamsterer entwickelt. In den Gesangspausen hab ich angefangen zu tanzen. Zu laut war es irgendwie auch.
Aber Spaß hatte ich! 
Das Beweisvideo muss ich euch leider ersparen vorenthalten, da ich es nicht geschafft hab, die allzu peinlichen Passagen rauszuschneiden.
Nochmal alleine singen wollte ich nicht, den Rest des Abends habe ich mich dann lieber auf das Mitgrölen und tanzen beschränkt, aber für den Anfang meiner Karaokekarriere fand ich es gar nicht mal so schlecht.
Auf jeden Fall ein Punkt auf meiner Liste, den ich gerne wiederholen werde.
Das nächste Mal vielleicht sogar in heimischen Gefilden...
Wart ihr auch schonmal in einer Karaokebar? Kennt ihr eine gute in Heidelberg?
eure Laura


Dienstag, 11. August 2015

Da liegt der Hound begraben!

Ja, meine Lieben.
Lange hab' ich es angekündigt, endlich ist es so weit!
*Trommelwirbel*
Endlich erfahrt ihr, worum es in meiner Bachelorarbeit geht.
Woran ich sogar ich meinem Urlaub pausenlos gearbeitet habe.
Interessiert bestimmt auch jeden brennend.
Aber ich spanne euch nicht weiter auf die Folter, da wird ja noch der Hund in der Pfanne verrückt!
In meiner Arbeit geht es - wer mich kennt und die Überschrift aufmerksam gelesen hat kann es sich schon denken - um den Sherlock-Holmes-Roman The Hound of the Baskervilles.
Falls ihr nicht wisst worum es geht hier eine kleine Zusammenfassung:
Auf der Familie Baskerville lastet ein alter Fluch, denn Sir Hugo Baskerville hat einst ein junges Mädchen behandelt wie einen Hund. Also schlecht.
Das musste, viele Jahre später, seine Nachfahre Sir Charles büßen, der unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen ist. Riesige Pfotenabdrücke wurden entdeckt, ein gigantischer Hund gesehen. Was für ein dicker Hund! (Also die ganze Sache. Nicht der Hund. Der ist ganz schön fit. Und schnell.)
Damit dessen Erben, Sir Henry, nicht dasselbe Schicksal ereignet, kommt ein guter Freund des Toten bei Holmes vorbei und bittet um dessen Hilfe. Das ist aber ein bisschen, wie den Hund zur Jagd zu tragen, denn der will gar nicht so recht und schickt Watson zum Ort des Verbrechens, ins Moor nach Dartmoor.
Da trifft der Doktor auf die Dienerschaft des Hauses Baskerville, die Barrymores, auf den Naturforscher Stapleton und dessen Schwester und auf den alten Mr Frankland. Doch wer der Übeltäter ist, was es mit den riesigen Pfotenabdrücken auf sich hat - das muss man erstmal rausfinden. Und das ist der Kern des Pudels!
Ich verrate euch natürlich nicht, wie die Geschichte ausgeht, nur dass der Schurke am Ende gefasst wird und Holmes mal wieder den Tag rettet.

Und was hat das jetzt mit Übersetzen zu tun?
Gute Frage. Gute Antwort:
Der Roman wurde zwischen 1905 und 2013 ungefähr 15 Mal ins Deutsche übersetzt. Und eine Übersetzung kann man doch bestimmt gut mit dem Original vergleichen, dachte ich mir.
Deshalb hab ich mir erstmal alle Übersetzungen, die das Internet zu bieten hatte (10 gedruckte und 2 kindle-Ausgaben), bestellt und angefangen zu lesen.




Gut, nach der 4. Version hatte ich dann keine Lust mehr, als ich die Handlung quasi auswendig konnte und die Auswahl immer größer wurde. Und viele Hunde sind ja bekanntlich auch des Hasen Tod.
Als ich zwei mehr oder weniger schöne Übersetzungen ausgesucht hatte, ging es an die Auswahl eines Textanalysemodells: hässliches Wort, hässliche Sache. Aber irgendein System sollte schon hinter allem stehen, sonst geht die Sache noch vor die Hunde!
Nachdem diese ganzen Vorbereitungen getroffen waren und ich halbwegs einen Überblick hatte, ging es dann an das zweite Lesen und die bunte Unterstreicherei (meine Lösung, wenn immer ich nicht weiß, was ich machen soll: alles bunt unterstreichen, was mir irgendwie auffällt oder jemals wichtig sein könnte. Am besten noch Zettelchen dazukleben).
Und nicht zu unterschätzen sind auch die Bekenntnisse meiner Langeweile in Bleistift. Mein Tipp, wenn ihr irgendwelche Bücher mehrmals lesen müsst: beim ersten Durchlauf irgendeinen Blödsinn an den Rand schreiben, das heitert euch in der zweiten Runde dann gleich wieder ein bisschen auf ;)



Was eher interessant ist: Nach anfänglichen Sorgen, die geforderten 30 Seiten nicht voll zu kriegen, ist meine fertige Rohfassung mittlerweile 57 Seiten lang, ich kann das Buch quasi auswendig und weiß immer noch nicht wie genau ich meine Literatur angebe.
Mein wissenschaftliches Schreiben ist auch nicht so Bombe, aber ich schaue mir mein superschickes und professionell aussehendes Deckblatt an und denke: Wieder was geschafft.
Also... fast.
Denn jetzt geht es erstmal ans Nochmal-Lesen. Und nochmal. Und nochmal. Und meine Korrektur-Sklaven nochmal ;). Und dann kann ich abgeben und bin eine Bachelorette. Nur ohne Rosen.

Und dann heißt es erstmal: Pause machen. Im September 12 geniale Tage in London verbringen. Englische Zeitung lesen. Ab Oktober weiterstudieren.

Also, falls ihr jemals Lust habt, den Hund der Baskervilles zu lesen, ich kenn das gute Zeug und hab ein paar Ausgaben übrig. Das Buch ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. Das steht auch so im Vorwort zur englischen Ausgabe der BBC:

They were the footprints of a gigantic hound.
Great line.
The end.

eure Laura


Samstag, 11. Juli 2015

Spaß am Bodensee


Wie ihr sehen könnt, haben wir hier am Bodensee eine Menge Spaß ;)
Wenn wir nicht gerade in einem Café sitzen, etwas trinken oder auf dem Navi nach dem Weg zurück in die Ferienwohnung suchen, unternehmen wir mehr oder weniger viel.

Das Foto oben stammt aus Unteruhldingen, wo wir am Freitag die Pfahlbauten besucht haben, Rekonstruktionen von alten Siedlungen aus der Jungstein- und Bronzezeit, die in Ufernähe im Bodensee auf Pfählen gebaut wurden (wenn man es so erklärt hört es sich nicht so Bombe an, aber es ist echt einen Ausflug wert, schon allein wegen der schönen Aussicht auf den Bodensee):


Anschließend haben wir eine kleine Panoramafahrt über den Bodensee gemacht (die sehr spannend war, da der Kapitän immer erst dann die Sehenswürdigkeiten angesagt hat, als wir schon daran vorbei waren und wir deshalb irgendwann einfach nicht mehr zugehört haben und uns stattdessen haben bräunen lassen) und ein Eis gegessen.
Letzteres klingt einfacher als gedacht. Ich hätte auch nie gedacht, nachdenken zu müssen, wie ich einen Eisbecher am besten angehe, aber dann hab ich das serviert bekommen:


Das sieht jetzt vielleicht nicht allzu kompliziert aus. Aber der Becher war voll. Bis oben hin.
Aber für mein Eis denke ich mir zur Not auch komplizierte Pläne aus ;)

Nach der geistigen Anstrengung war es dann Zeit fürs Kino, wie ich beim letzten Mal schon berichtet habe. Nach einigem Sitz-Hin-Und-Her (jetzt weiß ich auch, warum meine Eltern und ich noch nie zusammen im Kino waren), dem üblichen Popcorn-Hin-Und-Her und einigen gewöhnungsbedürftigen Vorfilmen war der Film selbst richtig gut. Terminator:Genisys, falls ich das noch nicht erwähnt hatte ;) Am Anfang ist die Handlung zwar etwas kompliziert, aber wenn man bei der Sache bleibt, nicht allzu schwer. Die Effekte sind toll gemacht und Matt Smith die Schauspieler sind auch super.

Heute haben wir die Sache ein bisschen ruhiger angehen lassen, waren nach einem langen Frühstück schön Pizza essen und haben uns dann auf den Balkon gesetzt. Naja, meine Eltern haben sich auf den Balkon gesetzt. Ich hab mal wieder ein bisschen was für meine BA gemacht, aber die Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen.
Als Belohnung für die vielen "Geistesanstrengungen" meinerseits waren mein Papa und ich dann später noch Fiat 500s anschauen. Gekauft haben wir aber leider keinen.
Und Offiziersskat hab ich gelernt. Naja, wenn ich sage "gelernt"...

Und als wir Kniffel gespielt haben, hab ich beim ersten Wurf einen Sechserkniffel gewürfelt. Das will ich hier noch hinzufügen, weil ich das Gefühl habe, dass dieses Jahrhundertereignis von meinen Eltern nicht gebührend gewürdigt wurde. Es war ein Wurf wie jeder andere, locker aus dem Handgelenk. Und plötzlich waren sie da. Dreißig Augen. Auf einen Wurf. Es war wunderschön. Und das Spiel hab ich trotzdem verloren.

Damit verabschiede ich mich wieder für heute,
viel Spaß beim Sechserkniffel-auf-den-ersten-Wurf-würfeln-üben,

eure Laura ;)

Mittwoch, 8. Juli 2015

Ich packe meinen Koffer...

... und nehme mit:

- zwei Spanischbücher
- eine Ausgabe von The Hound of the Baskervilles
- vier Übersetzungen dazu
- ein Englischwörterbuch (falls es kein WLAN gibt)
- einen Laptop

Das kommt davon, wenn man eine Woche vor seiner Spanischklausur und mitten in der Bachelorarbeit in Urlaub fährt. Aber meine Mutter kann ja auch nichts dazu, gerade jetzt 60 zu werden (für die, die das lesen und wissen sollten: am 11.7. ist es so weit ;) )

Und so liege ich hier in Überlingen am Bodensee im Bett, habe zwei Kapitel vom Hund für meine BA (über die ich ja auch noch was schreiben wollte) durchgearbeitet und ärgere mich darüber, mein Oxford English Dictionary mit hierher (und in den zweiten Stock) geschleppt zuhaben. Denn wir sind ja nur an den Bodensee und nicht in die Steinzeit gefahren und natürlich gibt es hier WLAN. Deshalb auch der neue Post.

Heute haben wir noch nicht viel unternommen, aber ich kann jetzt schon sagen, dass es hier unglaublich schön ist. Es ist warm, ohne so drückend heiß zu sein wie zu Hause, und durch den See weht immer eine kühle Brise. Von unserem Balkon haben wir einen super Blick und wir sind in ein paar Minuten in der Innenstadt.
Morgen wollen wir dann die Stadt unsicher machen, vielleicht schön zum Frisör gehen und abends im Kino den neuen Terminator anschauen (ein Highlight, da meine Eltern und ich noch nie zusammen im Kino waren. Ja, richtig gehört. Noch nie. In den 21 Jahren meines Lebens).
Außerdem wollen wir noch zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen, zum Affenberg (da kann man Äffchen mit Popcorn füttern!) und in die Überlinger Therme.

Und ich muss will noch für meine Spanischklausur direkt einen Tag nach unserer Heimfahrt lernen und ein bisschen in meiner BA vorankommen, denn obwohl ich sie noch nicht angemeldet habe (dank der Dozenten, die ihre Noten noch nicht rausgerückt haben) will ich sie so schnell wie möglich weghaben, um mich so richtig auf meine Ferien konzentrieren zu können.

Jetzt wisst ihr zwar immer noch nicht, worüber ich schreibe, aber ihr habt neue Hoffnung es bald zu erfahren ;)
Und obendrauf noch ein Bild von unserem einmaligen Ausblick.

Wenn ihr auch schonmal am Bodensee wart, hinterlasst mir hier gerne einen Kommentar und berichtet von euren Erfahrungen oder von den Dingen, die ich mir auf jeden Fall anschauen muss.

Danke und liebste Grüße vom Bodensee,
eure Laura


Freitag, 19. Juni 2015

Erklär mir, Liebe

Diese Zeile aus einem Gedicht von Ingeborg Bachmann hat wohl jeder schon einmal gehört, aber wer hat diese Bitte, diese Aufforderung je wörtlich genommen?
Ich tue es.
Ich möchte wissen, wie die Liebe ein so wunderschönes Gefühl sein kann. Wie sie mich auf Wolken schweben und die Sonne aufgehen lässt.
Ich will wissen, wie sie das schlimmste aller Gefühle sein kann, wenn ich ihr mein Bestes gebe und rein gar nichts zurückbekomme.
Ich bin verliebt, aber bin ich es?
Wie kann ich mir eines Gefühles sicher sein, das so viele Facetten zeigt und gleichzeitig wunderschön und grausam ist?
Ich begegne ihr ständig, der Liebe: in Büchern, Filmen, Liedern.
Auf den Straßen. Auf Bildern meiner Freunde.
Aber nie begegnet sie mir.
Ich frage nicht warum, denn ich weiß die Antwort schon: ich sage, ich bin verliebt. Aber zeige ich es?
Nein. Wenn ich ihn sehe, den Grund für das, was ich hier schreibe, sehe ich ihn nicht an.
Denn er könnte mich ja sehen. Meine Gedanken erraten. Für lächerlich befinden.
Da ist es einfacher, nichts zu tun. Es ist einfacher, mir vorzustellen, er würde den ersten Schritt machen, mich ansehen, statt nur meine Blicke zu spüren.
Es ist einfacher, die Idee von ihm zu lieben, das Bild in meinem Kopf, denn die Alternative führt vielleicht nur zu Ernüchterung.
Und so bleibe ich neben dir sitzen und träume davon, mit dir zu lachen, zu streiten, zu wachsen. Deine Hand zu nehmen und meine Finger durch deine Haare zu fahren.
Ich träume.
Und warte.
Und dann ist es zu spät und ich habe zu lange gewartet.
Jetzt werde ich nicht mehr erfahren, ob du wirklich die Idee in meinem Kopf bist oder doch ein ganz anderer.
Ich weiß nicht, wie es denn wäre. Wie es denn sein könnte.
Aber ich muss trotzdem daran denken.
Wie geht das, dass eine Person einen solchen Eindruck hinterlässt, obwohl ich sie gar nicht kenne?
Wie geht das, dass nur der Gedanke an dich mein Herz höher schlagen und schwerer werden lässt?
Erklär es mir, Liebe