Donnerstag, 31. Dezember 2020

Auf ein besseres Neues

Hallo meine Lieben,

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2021, auf dass sich die Dinge zum Guten entwickeln und wieder Normalität in unsere Leben kommt.
Ich freue mich auf den Neustart, den ein neues Jahr für mich immer mit sich bringt, und auf 12 Monate voller Liebe, Tatendrang und neuer Ideen.

Bleibt gesund und kommt gut rüber,
eure Laura 

Donnerstag, 19. November 2020

Mea Culpa

Hallo ihr Lieben,

ein Jahr ist es jetzt schon her, dass ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe. Das wäre mir wahrscheinlich gar nicht so bewusst geworden, hätte mich nicht ein hilfsbereiter (und leider anonym gebliebener) Kommentarschreiber darauf hingewiesen.

Den Kommentar will ich euch natürlich nicht vorenthalten, ihr sollt ja mitreden können: 
"Will nur einen kommentar [sic] hinterlassen, bevor hier ein jahr [sic] lang nichts geschrieben wurde..... 
Ich hoffe, du schreibst hier nicht mehr, da sich die Liebe, die du hier erwähnt hast, als so positiv herausgestellt hat, dass du sogar den blog [sic] vergessen hast...."

Und Recht hat er / sie, den Anstoß habe ich wirklich gebraucht, sonst wäre vermutlich noch ein weiteres Jahr ins Land gezogen, ohne dass ich mich mal wieder gemuckst hätte. Mit den Hoffnungen unseres Kommentators hat das allerdings eher weniger zu tun...

Aber von vorne:
November 2019: ich beschwere mich, gewohnt pathetisch, in meinem privat-öffentlichen Blog, über eine sehr alte und sehr einseitige Schwärmerei und liefere im letzten Satz den entscheidenden Hinweis an den Beschwärmten - bei dem es sofort Klick macht (Sherlock much?). Wir treffen uns zum Essen, noch bevor serviert wird, ist die Sache geklärt. Zwar nicht so, wie ich es mir zu dem Zeitpunkt gewünscht hätte, aber der Stein, der von meinem Herzen gefallen war, war trotzdem riesig. Und das Essen war lecker. Danke dafür, und dafür, dass du den ersten Schritt gemacht und den elephant in the room angesprochen hast.

Kurz darauf ging es für mich ab nach Nürnberg, zu meinem bis dahin längsten und auch schönsten Dolmetschauftrag, an den ich heute noch gerne zurückdenke. Besonders an das gute Essen im wunderschönen Berghotel.
Es folgte mein erstes (und bisher leider einziges) Tanzfestival-Wochenende und der Vorstoß in einen neuen Berufszweig, der mich schon länger interessiert hatte und den ich bis heute gerne neben dem Dolmetschen ein bisschen ausbauen möchte - ich habe eine Demo als Sprecherin aufgenommen (Spoiler: vor Kurzem hatte ich meinen ersten Sprecherjob, klein aber fein, und ich bin mächtig stolz und zufrieden).
Kurz gesagt: es war eine Zeit, in der ich viel Neues erleben durfte und in der ich mich gleichzeitig von Altem verabschieden musste (konnte? sollte? durfte? Keine Ahnung).

Ich könnte jetzt noch ein paar Absätze von Selbsterkenntnis und innerem Wachstum schreiben, aber erstens will so einen Kram niemand lesen und zweitens ist es doch der Sinn vom Verabschieden, die Dinge loszulassen und sie nicht immer wieder aufzuwärmen. 

Doch mit Selbsterkenntnis kommt auch immer das Grübeln, und mit dem Grübeln kommen auch immer die nicht so beliebten Gedanken aus der hintersten Ecke des Gehirns in die erste Reihe gesprungen. Ich habe es in einem älteren Post (sind sie mittlerweile nicht alle "älter"?) schon anklingen lassen: 

"Aber das hat sich irgendwie geändert. Ich weiß nicht, ob es das post-Abschluss-Loch ist oder sonstwas. Ich weiß nur, dass ich im Moment nur schwer die Zeit oder Seelenlage finde, mich diesem Blog wirklich zu widmen. Sogar an diesen paar läppischen Zeilen sitze ich gerade schon eine geschlagene halbe Stunde!!! Ich bin sehr oft unterwegs, wenig in Ruhe zu Hause und sehr selten zufrieden mit mir oder mit dem, was ich mache zur Zeit - nicht die beste Grundlage für den nächsten Top-Post ..."


"Ich hatte weder die Zeit noch die Motivation oder Kraft, mir etwas auszudenken, das ich zu Papier bringen könnte, und von allein sind die Ideen schon gar nicht gekommen."

Erkennt ihr das Muster? Das hat sich dann so langsam wiederholt, das Loch hat sich wieder aufgetan und an den Blog habe ich keine großartigen Gedanken verschwendet. Na gut, vielleicht hin und wieder, aber dann nur mit schlechtem Gewissen, weil einfach keine neuen Ideen Gestalt annehmen wollten oder ich mir die Zeit, einen ordentlichen Post zu schreiben, doch nicht gegeben hätte. Denn die Zeit könnte ich ja viel sinnvoller mit Arbeiten füllen - aus mir soll ja schließlich mal was werden!

Die Gedanken wurden dann irgendwann wieder heller, die Tage wurden wärmer, und dann kam der März - 
ich schreibe es jetzt nicht aus, denn ich glaube niemand kann es mittlerweile mehr lesen oder hören. Plötzlich hatte ich viel Zeit, um mich meinem Blog zu widmen - aber gleichzeitig keinen Nebenjob mehr, den ich in über acht Jahren nicht ein Mal missen wollte. Keine Möglichkeit mehr, viele meiner Hobbys auszuleben. Keine Chance, meine Karriere so wirklich auf ein neues Level zu bringen.

Das einzig Gute? Ich hatte plötzlich auch viel Zeit, jeden Abend vor dem Laptop zu sitzen und einem lieben Kollegen dabei zuzuschauen, als Pokerspieler unter die Streamer zu gehen. Unqualifizierte Kommentare meinerseits inklusive, denn wenn ich alles habe, nur keine Ahnung vom Kartenspielen. 
Daraufhin dauerte es nicht lange, bis die Idee aufkam, man könne mir das Pokern ja beibringen (haha).
Und was soll ich sagen? Angefangen haben wir im Juli, pokern kann ich immer noch nicht wirklich, aber das ist auch zur Nebensache geworden. Zu einer Nebensache, die mir letztendlich geholfen hat, einen Kollegen, den ich seit gut sechs Jahren kenne und mit dem ich eine lange Zeit jede Woche einen Abend zusammengearbeitet habe, anders zu sehen. 
Als einen ganz tollen, lieben, verrückten Kerl, der mich ganz wunderbar ergänzt und mit dem ich seit (morgen ganz genau) drei Monaten bisher viele zauberschöne Momente erleben durfte - darf ich ihn einmal Herzkönig nennen oder ist das zu schwülstig? Ich befürchte, es ist zu schwülstig. Und einen ganz tollen, lieben, verrückten und wunderschönen Hund hat er obendrein.

Und jetzt? 
Jetzt habe ich immer noch viel Zeit, wenn auch nicht mehr so viel wie noch vor drei Monaten. 
Ich weiß, was Flop, Turn und River sind.
Ich habe meinen ersten Dolmetschauftrag absolviert, bei dem ich von Mannheim aus Zuhörer in der ganzen Welt erreichen konnte, die über das Internet miteinander verbunden waren.
Ich überlege, ob die Leckerlis mit Gemüse überhaupt lecker schmecken können.
Ich habe mein erstes Voice Over eingesprochen und fühle mich großartig damit.
Ich beginne jeden Morgen mit einem Lächeln, wenn ich auf mein Handy schaue.

Die Ideen für den nächsten Post wachsen vielleicht nicht wieder von alleine, aber ich sitze hier (an meinem neuen Schreibtisch) und nehme mir seit gut einer Stunde die Zeit, etwas Neues zu schreiben - und das ist doch schonmal ein guter Anfang, oder?

eure Laura

Samstag, 9. November 2019

Weil du es wissen wolltest

Hatte ich schon erzählt, dass ich Tagebuch schreibe?

Naja, die Zeitform ist eigentlich die falsche - dass ich Tagebuch geschrieben habe, das trifft es eher.
Irgendwann wurde die Zeit zu knapp, um täglich zu schreiben. Dann kam dieser Blog, mein ganz persönliches öffentliches Tagebuch. Dann kamen die WhatsApp-Sprachnachrichten, gegen die ich mich so lange gewehrt habe, durch die meine Freundinnen zum Tagebuch-Ersatz wurden.

Doch jetzt hatte ich das Bedürfnis, die Seiten des noch halb leeren Buchs zu durchblättern, und ich musste feststellen: egal welche Form des Tagebuchs es auch war, das Leitmotiv war immer das gleiche, auch wenn es sich mit der Zeit etwas gewandelt hat.

24.10.2010, Tagebuch: Ich glaub ich bin verliebt. Aber dieses Mal sage ich das nicht nur so, ich meine es ernst und es hat mich volle Kanne erwischt.


11.02.2016, Blog: Ich weiß lediglich, warum ich komplett den Faden verliere, wenn du mich ansiehst und warum ich rot anlaufe, wenn du mich anlächelst. [...] Eigentlich ist es lächerlich. 


07.11.2019, WhatsApp: Das hat mir jetzt echt auch noch das letzte Fünkchen guter Laune aus den Knochen gezogen [...].

Man könnte fast schon sagen, ich sei müde.

Freitag, 2. August 2019

Was GISH denn da? Spenden für Laos

Meine Lieben - im Zuge dieser verrückten GISH-Woche bitte ich euch um eure Mithilfe. Wie schon im letzten Jahr soll auch dieses Mal wieder fleißig gespendet werden, dieses Jahr für die Räumung nicht explodierter Bomben in Laos:

Laos is the most heavily bombed nation per capita in the world. Hundreds of millions of bombs were dropped on the country during the Vietnam War—but over 30% didn't explode. These undetonated explosives lie dormant in fields and community areas. Often, a farmer will accidentally strike one, or a child will think it's a ball to play games with and pick it up. These hidden dangers maim or kill hundreds of children and farmers. Since the Vietnam war, over 20,000 people have been injured or lost their lives - including over 8,000 children.

Auch wenn ihr nicht spenden könnt - teilt diesen Post gerne, auch das hilft schon unglaublich! Vielen Dank 
https://www.crowdrise.com/o/en/campaign/iwasdrunkitwascomiccon?utm_campaign=ocmultiteam&utm_medium=twitter&utm_source=crowdrise

eure Laura

Sonntag, 31. März 2019

Wir haben uns heute hier zusammengefunden...

... um endlich mal wieder zu schreiben!

Ja, meine Lieben, wer hätte es noch gedacht, dass ich wieder die Kurve kriege und mir und diesem Blog nochmal eine Chance gebe - ich nicht. Ich bin ganz ehrlich, aber in der letzten Zeit habe ich für diesen Blog keine Zukunft mehr gesehen. 
Ich hatte weder die Zeit noch die Motivation oder Kraft, mir etwas auszudenken, das ich zu Papier bringen könnte, und von allein sind die Ideen schon gar nicht gekommen.

Doch jetzt sieht meine kleine Welt wieder ein bisschen anders aus. 
Und der erste Funke, der mein lyrisches Herz wieder zum Schlagen gebracht hat, kam genau da, wo ich es nie erwartet hätte - beim Schreiben einer Trauerrede.
Keine Angst, es ist niemand gestorben, den ich kenne - es ging um die Englischhausaufgaben meines Nachhilfeschülers. Er sollte eine Trauerrede für Walt aus dem Film Gran Torino schreiben (äh... Spoilers I guess...) und mein Kopf war voll erhabener Formulierungen, feierlicher Phrasen, bittersüßer Anekdoten. Also genau so schwülstig, wie ihr es kennt und liebt. 
Der ganze Irrsinn ging sogar so weit, dass ich kurzzeitig versucht war, meine eigene Rede zu schreiben, aber so gut kannte ich Walt dann auch wieder nicht. Hab' ja noch nicht mal den Film gesehen.

Aber genau das war eben der erste Funke. Und dann habe ich eben das erste Mal seit einem guten Jahr wieder zu Übungszwecken eine französische Rede gedolmetscht, sie nicht total in den Sand gesetzt und gedacht - jep, Zeit für einen Post.

Ich weiß, dass ich beim letzten Mal auch guter Dinge war und trotzdem wieder drei Monate ins Land gezogen sind. Und vielleicht hält das Hoch auch nicht so lange an und der nächste Eintrag lässt wieder ewig auf sich warten, aber diesmal hab' ich wirklich ein gutes Gefühl.
eure Laura

Montag, 31. Dezember 2018

Und weiter gehts

Hallo ihr Lieben,

wie fängt man einen Silvester-Post an, ohne gleich nach einem einzigen Klischee zu klingen?
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. - nein
Wieder ist ein Jahr vergangen. - nein
Ab morgen wird alles anders. - nein

Das ist gar nicht so einfach finde ich. Deshalb wünsche ich euch allen einfach ganz kurz und schmerzlos einen guten Start in das neue Jahr; ich hoffe, dass ihr alles Gute beibehalten und euch von allem Schlechten verabschieden könnt.

Für mich war 2018 ein sehr spannendes Jahr. Ich habe mein Studium beendet und mich selbstständig gemacht, habe neue Freundschaften geschlossen und intensiv über alte nachgedacht, hatte gute und schlechte Momente und konnte viel lernen.

Und da ich nicht einfach so die Dinge ändern kann, sondern am liebsten feste Zeitpläne gestalte, bietet sich für mich ab morgen mal wieder die Möglichkeit, besonders an mir selbst weiterzuarbeiten. Mal sehen, wie lange ich dieses Mal dranbleibe...

So endet für mich ein Jahr, in dem ich schon viel freier geworden bin, doch trotzdem noch zu sehr auf andere gehört und geachtet habe, aber zu wenig auf mich selbst. Ein Jahr, an dem ich an Menschen und Ideen festgehalten habe, einfach nur, weil es schon Jahre lang so war und nun mal so ist. Ein Jahr, in dem ich nicht immer glücklich war, weil ich gedacht hatte, ein Teil von mir fehlt.

Aber damit ist Schluss. Davon hatte ich 2018 genug, es ist Zeit für Veränderung.
Das habe ich schon immer gesagt, aber dieses Jahr glaube ich mit neuem Elan daran.

Ich freue mich auf das neue Jahr und auf die Herausforderungen, die es mit sich bringen mag.

Herausforderungen sportlicher Natur - ich freue mich auf den Muddy Angel Run, an dem ich im Juni mit einem klasse Team teilnehmen werde und ich freue mich auf die Run the Year 2019- Challenge, für die ich versuchen werde, als Teil eines Fünfer-Teams im kommenden Jahr 2019 Meilen zu gehen, laufen, rennen, kriechen.

Herausforderungen persönlicher Natur - ich freue mich darauf, mit einem frischen und positiven Mindset ins neue Jahr zu starten, das Gute zu sehen und nicht nur die Steine, die ich glaube vor mir liegen zu sehen. Ich freue mich darauf, stärker zu werden, all das und all diejenigen loszulassen, die mir nicht guttun und schon lange nicht mehr gutgetan haben. Ich freue mich darauf, mich endlich wieder daran zu erinnern, was mich glücklich macht, und mehr Zeit mit meiner Musik, meinem Blog, meinen Sprachen und meinen Freunden zu verbringen.

Ich wünsche euch, dass ihr das kommende Jahr mit genauso viel Vorfreude und Herausforderung willkommen heißt wie ich, dass eure guten Vorsätze bald zu einer positiven Wirklichkeit werden, dass ihr im neuen Jahr Glück findet und gesund bleibt, und dass ihr mehr Aufs als Abs erleben werdet.

Diese Wünsche spornen mich an, ich hoffe euch auch.
eure Laura

Dienstag, 18. September 2018

Minhas férias em Portugal

Hallo ihr Lieben,

endlich, ziemlich genau zwei Wochen nach meiner Rückkehr, finde ich endlich die Zeit, euch einen kleinen Reisebericht zu meinem Portugalurlaub zusammenzustellen. 
Es tut mir Leid, dass ihr schon wieder warten musstet, aber nach meiner Ankunft habe ich direkt wieder einige Zeit mit der Arbeit und besonders meinen Gedanken verbracht - was dabei herausgekommen ist, werdet ihr aber bestimmt in einem kommenden Post erfahren. Nur schonmal so viel: es geht um neue Erkenntnisse, Richtungswechsel der Gedanken und irgendwie auch um ein neues Selbstgefühl.

Aber zurück nach Portugal (schön wär's).
Sechzehn Tage habe ich mit meiner Freundin Lisa in dem Land verbracht, und jeder einzelne davon war voll gepackt mit Ausflügen und Eindrücken.

Erster Gedanke, kurz nach der Ankunft: Wie fahren die denn?!
Ich kann nicht sagen, wie froh ich war, nicht am Steuer unseres Mietwagens gesessen zu haben, als wir kurz hinter dem Lissabonner Flughafen einen dreispurigen Kreisel mit schwachen Spurmarkierungen und noch schwächerem Überblick unsererseits navigieren mussten. 
Nach einer Ehrenrunde, wir wollten den vollen 360°-Blick genießen, konnten wir uns langsam und sicher von der innersten Spur (ups) nach außen arbeiten und entspannen. 

Und bei dieser Landschaft, diesem Wetter, ging das schneller als erwartet. 
Ich muss zugeben, Portugal war, was meine Urlaubsplanung anging, nie so ganz oben auf meiner Wunschliste. Aber spätestens nach der knapp einstündigen Fahrt durch die portugiesische Landschaft und unserer Ankunft in der Ferienwohnung hat sich das ganz eindeutig geändert. Wenn ihr das Foto seht, wisst ihr warum ...



Das Wetter war einfach wunderbar, warm und trotzdem nicht schwül (dem Atlantik sei Dank), die Landschaft war abwechslungsreich und malerisch und unsere Wachhunde waren ihres Namens mehr als würdig.



Wir konnten die volle Bandbreite Portugals genießen; vom Strand über Tagesausflüge an eine Lagune und den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes bis hin zu zwei Abstechern in die Hauptstadt Lissabon und zu einem traditionellen Fischmarkt. Ich könnte euch jetzt im Nachhinein noch nicht einmal sagen, welcher Aspekt des Landes mich am meisten begeistert hat!




Wobei ... vielleicht kann ich das doch ...:




Wir haben auch was anderes gemacht als nur zu essen, wirklich!
Aber Spaß beiseite - das portugiesische Essen ist es wirklich wert, erwähnt zu werden. Ich habe nicht nur die leckersten Süßspeisen und Pastetchen und Churros gegessen, sondern auch mehr Fisch als ich mir vorher vorgestellt hätte. Sogar auseinander genommen habe ich einen Fisch fast ganz alleine.

Und wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, vor acht Uhr gar nicht erst im Restaurant aufzutauchen (es sei denn, man will von den Einheimischen schräg angeschaut werden), ist es auch ein tolles Erlebnis, in Portugal auswärts zu essen. So bekommt man vor dem Essen, sogar noch vor dem Bestellen, einen Brotkorb und einen Käse serviert - was man anbricht und isst bezahlt man, was nicht eben nicht. Und wenn man den Käse erstmal gesehen und gerochen hat ist es gar keine Frage mehr, ob man ihn isst, sondern nur noch, wie schnell. Und so mampft man vor sich hin und merkt gar nicht, dass es plötzlich zehn oder elf Uhr abends ist.

So kann ich am Ende nur froh sein, dieses Land kennengelernt zu haben, und habe noch einen abschließenden Tipp für alle, die auch eine Reise nach Portugal planen: solltet ihr zufällig schon acht Monate vor Urlaubsbeginn anfangen, mit einer Handy-App Portugiesisch zu lernen, antwortet bitte auf den Kommentar eines freundlichen Wirts, euer Portugiesisch sei sehr gut, nicht mit "excuse me?". Denn dann gibt euch ebendieser Wirt auf. Verliert sein Vertrauen in euch. Glaubt an gar nichts mehr. 
Gleiches gilt, falls ihr auf einen Parkplatz fahrt und ein dort stehender Polizist euch lang und breit erklärt, wo ihr am besten noch einen freien Platz findet (oder so ähnlich). Eure beste Antwort hier ist ein selbstbewusstes "sim, obrigada" und die anschließende panische Frage an den Mitfahrer, was der gute Mann denn überhaupt gesagt habe - wir wissen es bis heute nicht und werden es wohl auch nie erfahren.

Damit bleibt mir nur noch eines zu sagen:
Adeus Portugal, até à vista!

eure Laura


PS: die Fotos stammen allesamt von der wunderbaren Lisa :)